Adobe Aktie Analyse: Kursziel 500 USD – jetzt noch kaufen?

zuletzt aktualisiert: 8. November 2020

Nachdem die Adobe Aktie in dieser Woche ein neues Allzeithoch erreicht hat, stellt sich die Frage, ob man auch nach dieser starken Performance immer noch kaufen sollte.
Zunächst werfen wir dabei einen Blick auf das Unternehmen an sich, um die Frage zu beantworten, ob bei Adobe langfristiges Potential besteht. Darauf aufbauend wird im letzten Abschnitt der faire Wert und das Kursziel der Adobe Aktie berechnet.

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1. Adobe Inc. – Unternehmen

Adobe Inc. (ehemals Adobe Systems) ist mit einer Marktkapitalisierung von ca. 170 Mrd. USD eines der 30 größten Unternehmen des S&P 500. Das Softwareunternehmen gehört zu den führenden Anbietern im Medien-Bereich. Zu den bekanntesten Produkten gehören “Photoshop” oder auch der “Adobe Acrobat Reader” die auf der ganzen Welt nachgefragt werden. Dabei teilt sich der Umsatz in die folgenden Regionen auf:

US53 %
EMEA26,7 %
Other Asia Pacific8,4 %
Japan6,8 %
Other Americas5,4 %
Quelle: Marketscreener.com


Obwohl über die Hälfte der Einnahmen in den USA erzielt werden, ist das Unternehmen gut diversifiziert. Die Produkte sind vor allem bei Profis im Bereich der kreativen Gestaltung sehr gefragt und insbesondere in der Marketing-Abteilung vieler Unternehmen nicht mehr wegzudenken. Folgende Grafik liefert einen Überblick zu den verschiedenen Anwendungen:

Adobe Portfolio Überblick
Adobe Programme
Adobe Programme
Quelle: Adobe.com


Um einen kleinen Eindruck von Photoshop zu bekommen, habe ich dir ein kurzes Video verlinkt, welches auch eindrucksvoll aufzeigt, dass YouTube-Kanäle von Unternehmen nicht nur eine Art “Deko” sein müssen, auf denen ab und zu mal ein langweiliges Video veröffentlicht wird, dass meist nur einige hundert, vielleicht sogar ein paar tausend Klicks erzielt. Denn Adobe erreicht mit solchen beliebten Kurzanleitungen wie der folgenden Millionen von Klicks:

YouTube

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Quelle: Youtube.com


Wie umfangreich die Programme von Adobe sind, kann man sich dabei kaum vorstellen. Die Möglichkeiten zur Bildbearbeitung und zur Erstellung von kreativen Inhalten sind nahezu grenzenlos – in etwa Vergleichbar mit anderen Programmen wie Excel oder PowerPoint von Microsoft. Die Produkte teilen sich dabei in zwei Hauptsegmente auf:

Segmente

Digital Media ist für ca. 70% der Einnahmen von Adobe verantwortlich.
Dieses Segment beinhaltet hauptsächlich Software zur kreativen Gestaltung, Illustration, Visualisierung, Konversion und Verteilung von digitalen Inhalten. Darin befinden sich auch die bekannten Produkte wie z.B. Photoshop, Premiere, Acrobat oder Illustrator, die auch in der obigen Grafik mit aufgeführt sind. Neben den Privatanwendern sind die Produkte insbesondere bei Profis und beliebt und werden auch gerne von kleinen, mittelständischen sowie den ganz großen Unternehmen genutzt.

Digital Experience ist für ca. 30% der Einnahmen verantwortlich.
Hierbei handelt es sich um Software die anderen Unternehmen dabei helfen ihre Geschäftsprozesse zu verwalten und zu verbessern, darunter fallen unter anderem die Bereiche: Marketing, Datensicherung, Ressourcenplanung, Anwendungsautomatisierung, u.w.

Während der Bereich Digital Media ein jährliches Wachstum von ca. 20% verzeichnet, entwickelt sich das Segment Digital Experience mit ca. 30% pro Jahr und trägt damit deutlich zu der starken Performance der Adobe Aktie bei. Woran das liegt und wie genau die Einnahmen durch diese beiden Segmente zustandekommen klären wir im folgenden Abschnitt.

2. Geschäftsmodell

Die Entwicklung des Geschäftsmodell spielt eine große Rolle beim Unternehmen Adobe. Denn deren Kernprodukte waren zwar schon immer sehr beliebt und haben dem Unternehmen bereits in den frühen 2000er Jahren zu Milliardenumsätzen verholfen. Aber ein Großteil des heutigen Erfolgs ist auf die Transformation des Geschäftsmodells im Jahre 2013 zurückzuführen – gut ablesbar an folgender Grafik:

Adobe Umsatzentwicklung
Eigene Darstellung

Ignorieren wir einfach mal den kleinen Knick während der Finanzkrise im Jahr 2009, dann sehen wir kontinuierlich steigende Umsätze, einen kurzzeitigen Einbruch im Jahr 2013 und ab 2014 einen explosionsartigen Umsatzanstieg, der bis heute anhält. Auch für die Unternehmensbewertung und die Berechnung des Kursziels der Adobe Aktie ist diese Grafik von Bedeutung, denn genau solche Entwicklungen müssen bspw. bei der Verwendung des Durchschnitts-KGVs berücksichtigt werden.
Aber wie genau hat sich das Geschäftsmodell verändert?

Transformation zum Abo-Modell – Großer Schub für die Adobe Aktie

Während Abo-Modelle heutzutage nicht mehr wegzudenken sind und es für uns selbstverständlich ist, einen monatlichen Preis für ein Service oder ein Produkt zu zahlen, sah die Welt vor einigen Jahren – insbesondere im Software-Bereich – noch anders aus. Statt einer monatlichen Zahlung waren einmalige Lizenzgebühren üblich. Allerdings brachte das einige Nachteile mit sich. Für die Nutzer war es zum einen absolut unflexibel und zum anderen teilweise auch ein Grund dafür, das Produkt gar nicht erst zu kaufen:

Stell dir vor du brauchst ein eigenes Auto
Du hast zwar einen guten Job, möchtest aber nicht auf einmal viel Geld für ein neues Auto ausgeben. Außerdem kann es sein, dass du das Auto nur für 1 – 2 Jahre nutzen möchtest oder dir noch gar nicht sicher bist, ob du überhaupt eines benötigst, würdest es aber gerne mal für ein halbes Jahr testen.
Auf dieser Grundlage würde der Neukauf eines Autos nicht in Frage kommen und wäre zusätzlich absolut unwirtschaftlich. Besteht aber die Möglichkeit des Leasings und der Bezahlung eines monatlichen Betrages, sieht es schon ganz anders aus und du würdest dir das Auto höchstwahrscheinlich anschaffen.

Auch die Nachteile für den Anbieter werden anhand dieses Beispiels deutlich. Neben der Tatsache, dass viele potentielle Kunden das Produkt gar nicht erst nutzen würden, sind die Einnahmen auch nur schwer abschätzbar. All diese Probleme werden durch das Abo-Modell gelöst.

So war Adobe eines der ersten Softwareunternehmen die auf ein solches Abo-Modell setzten – auch SaaS (Software as a Service genannt), auf dessen Eigenschaften ich in der Analyse zur Salesforce Aktie näher eingegangen bin. Die verschiedenen Anwendungen wurden in die Cloud verlagert, worüber die Nutzer nach der Abschließung eines monatlichen Abonnements, auf die Produkte zugreifen können.

Das führte zwar kurzfristig zu einem Ergebnisrückgang und einem Einbruch der Marge. Langfristig entsteht daraus aber ein gut skalierbares Geschäftsmodell mit viel Potential. Dies zeigt sich auch an der Bewertung und am Kursverlauf der Adobe Aktie:

Adobe Aktie Kursziel
Erstellt bei Guidants.com


Die Transformation des Geschäftsmodells lässt sich hervorragend am Aktienkurs ablesen. Die stetig wachsenden Margen führen zu höheren Prognosen der zukünftigen Umsätze und rechtfertigen damit auch ein immer höheres Kursziel der Adobe Aktie, womit wir uns im 4. Punkt dieser Analyse genauer befassen werden.

Bei solch einem Abo-Modell ist es wichtig, die Kunden auch langfristig an das Produkt zu binden, da sie durch die flexiblen, monatlichen Zahlungen jederzeit abspringen könnten. Besonders zwei Faktoren spielen dabei eine wichtige Rolle:

Burggraben und Lock-in-Effekt

Adobe verfügt über eine ausgezeichnete Marktstellung. Die Produkte haben sich über viele Jahre bewährt und erfreuen sich großer Beliebtheit. In Kombination mit der breiten Produktvielfalt und der hohen Komplexität der Anwendungen ist es für die Konkurrenz nahezu unmöglich Adobe von ihrem Thron zu stoßen. Damit hat sich das Unternehmen einen gewissen Burggraben erschaffen.

Diese Komplexität bringt aber noch einen weiteren Effekt mit sich, der bei kaum einem Unternehmen so stark zu tragen kommt wie bei Adobe – der Lock-in-Effekt. Das bedeutet, dass die Nutzer sozusagen im Produkt “gefangen” sind. Du kennst das sicher, wenn du dich an einen bestimmten Dienst gewöhnt hast, das zeigt sich z.B. schon bei simplen Anwendungen wie einer Kalender- oder einer Notiz-App. Hat man sich erstmal an die Bedienung gewöhnt, will man nicht mehr zu einem anderen Dienst wechseln.
Je komplexer die Anwendung, desto stärker der Lock-in-Effekt.

Um die Programme von Adobe gut beherrschen zu können muss man sehr viel Zeit investieren. Insbesondere für Unternehmen sind die Wechselkosten, um auf ein konkurrierendes Produkt umzusteigen, meist zu hoch. Gleichzeitig tut Adobe alles, dass gar nicht erst die Intention aufkommt, wechseln zu wollen – Und das mit Erfolg, wie sich auch am Kurs der Adobe Aktie ablesen lässt. Kurz gesagt und grob vereinfacht: Wer Adobe einmal nutzt, wird Adobe immer nutzen.

…Und das Unternehmen ist sich dessen auch bewusst. Daher richtet Adobe seine Strategie gezielt darauf aus, neue und vor allem junge Kunden so früh wie möglich an die Produkte zu binden. Dabei kann es sich Adobe leisten, die Services an die besagte Zielgruppe mit erheblichen Rabatten zu verkaufen, wie folgender Screenshot zeigt:

Adobe Geschäftsmodell
Quelle: Adobe.com

Die Strategie ist simpel:
Bei solchen Rabatten verdient Adobe kaum Geld, was sie jedoch gerne in Kauf nehmen, denn langfristig werden sie um so stärker davon profitieren. Schüler, Studenten oder auch Dozenten, die sich ein mal an die Produkte gewöhnt haben, werden mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr zu einem anderen Produkt wechseln. Und das, auch wenn sie keinen Rabatt mehr erhalten oder Konkurrenzprodukte günstiger sein sollten, denn “die Macht der Gewohnheit” und der Aufwand, der mit dem erlernen eines neuen Produktes verbunden wäre, ist schlichtweg zu hoch.

Ein weiterer Faktor ist die Vielseitigkeit und die breite Produktpalette, die sie ihren Nutzern anbieten. Im Idealfall ist das Angebot groß genug, dass der Kunde auf der Plattform alles findet was er braucht, sodass er gar nicht mehr auf irgend ein Service der Konkurrenz zurückgreifen muss.

Wieso sollte ich auch als Kunde auf ein einzelnes Produkt von einem Konkurrenten zurückgreifen, wenn ich bei Adobe mit einem einzigen Abonnement, Zugriff auf ein umfangreiches Portfolio habe, welches stetig ergänzt wird?

Zukäufe

Damit der Nutzer sämtliche Dienste auf der Adobe Plattform vorfindet, ist es für das Unternehmen von großer Bedeutung, regelmäßige Übernahmen zu tätigen, um weitere nützliche Anwendungen in die eigene Plattform zu integrieren.

Adobe Übernahmen
  1. Im Jahr 2019 hat Adobe das Unternehmen Allegorithmic übernommen (Preis nicht bekannt). Allegorithmic ist auf die Bearbeitung und die Erstellung von 3D Texturen spezialisiert. Die Kunden stammen bspw. aus dem Bereich Einzelhandel oder der Automobil-Branche, aber auch aus dem Gaming- und dem Entertainment-Bereich. So fanden deren Produkte Anwendung in bekannten Spielen wie Call of Duty oder Assassin’s Creed und in eindrucksvollen Filmen wie Blade Runner.
  2. Das Unternehmen Marketo wurde übernommen, um sich im Marketing-Sektor besser positionieren zu können. Dafür zahlte Adobe einen stolzen Preis von 4,75 Mrd. USD.
  3. Auch im eCommerce-Bereich hat Adobe seine Marktstellung weiter ausgebaut, indem sie 2018 das Unternehmen Magento für 1,7 Mrd. USD aufgekauft haben.

Übernahmen im großen Stil sollten auch immer kritisch betrachtet werden. Insbesondere wenn dadurch das Wachstum eines Unternehmens verfälscht wird (zu lesen in der Analyse zur Bechtle Aktie) und die Übernahmen mit viel Aufwand verbunden sind.


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    Bei Adobe sieht das etwas anders aus. Die übernommenen Dienste lassen sich meist reibungslos in das bestehende Ökosystem einbinden wodurch einige Synergieneffekte entstehen:

    • Adobes Portfolio wird erweitert – attraktiver für bestehende und potentielle Kunden
    • Adobe übernimmt auch alle Bestandskunden der aufgekauften Unternehmen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit auch die anderen Produkte der Adobe Plattform nutzen werden.
    • All das erhöht den Burggraben, stärkt den Lock-in-Effekt und wirkt sich somit auch positiv auf den Verlauf der Adobe Aktie aus

    3. Branche

    Einem Artikel von Grand View Research zufolge, beträgt das weltweite Volumen des digitalen Marketing-Software Marktes im Jahr 2019 über 43 Mrd. USD, mit einem erwarteten jährliches Wachstum (CAGR) von 17,4% bis 2027. Folgende Grafik zeigt dabei die Entwicklung nach Segment, bezogen auf die USA:

    Marketing Software Entwicklung


    Auch wenn es sich nicht um die beste Grafik handelt, ist gut zu erkennen, dass jedes Segment ein sichtbares Wachstum aufzeigt. Dabei ist Adobe nicht in jedem einzelnen dieser Bereiche vertreten, allerdings ist das Unternehmen aufgrund der breiten Produktpalette auch nicht nur einer einzelnen bestimmte Branche zuzuordnen. Durch all die getätigten Übernahmen und der Eingliederung der zugekauften Services in das eigene Ökosystem, dringt Adobe immer weiter in verschiedene Bereiche vor, wie bereits im vorherigen Abschnitt beschrieben wurde.

    Marktposition

    Folgende zwei Grafiken habe ich schon in der Salesforce Aktienanalyse verwendet. Sie wurden zwar auf der Seite von Salesforce veröffentlicht, basieren aber auf einer Studie des unabhängigen Markforschungsunternehmen (IDC):

    Dennoch wäre ich bei der Betrachtung dieser Abbildungen vorsichtig. So lässt sich bspw. der Marketing Bereich in verschiedene Segmente unterteilen, was zu unterschiedlichen Darstellungen einer solcher Grafik führen würde. Auch im Bereich der CRM Anwendungen zeigt das folgende Diagramm ein etwas anderes Bild auf:

    Adobe CRM Marktanteil


    Fest steht, dass Salesforce unangefochtener Marktführer auf diesem Gebiet ist. Unabhängig davon, ob sich Adobe mit Microsoft den 3. Platz teilt oder sich mit leichtem Vorsprung auf dem 2. Platz befindet – Sie spielen auch im CRM-Segment ein große Rolle. Zusätzlich verzeichnet Adobe ein deutlich höheres, jährliches Wachstum als Oracle und SAP.
    Im Bereich der Content Management Anwendungen, sieht das Bild etwas anders aus:

    Adobe Content Management Marktanteil


    Hier verwundert es nicht, dass sich Microsoft mit seinen Office Diensten klar auf dem 1. Platz befindet. Um so beeindruckender ist es aber, wie deutlich Adobe den 2. Platz für sich behaupten kann.

    Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei Adobe um ein SaaS-Anbieter, d.h. dass Nutzer über die Cloud auf die verschiedenen Anwendungen zugreifen können. Somit ist das Unternehmen auch im gesamten Cloud-Markt unter den top 5 Anbietern zu finden:

    Adobe Cloud Marktanteil
    Quelle: appsruntheworld.com


    Aus diesen Grafiken geht hervor, dass Adobe nicht nur in mehreren Bereichen tätig ist, sondern auch zu den Marktführern in den jeweiligen Gebieten gehört. Durch all die gezielten Überkäufe und die Eingliederung in die eigene Plattform, bauen sie diese Position weiter aus und profitieren dadurch um so mehr von dem stark wachsenden Markt.

    4. Kursziel, Prognose, und Bewertung der Adobe Aktie

    Anders als bei Salesforce, die aufgrund der geringen und stark schwankenden Netto Marge kaum oder nur unregelmäßige Gewinne erwirtschaften, verzeichnet Adobe schon seit langem eine stabile Marge. In all den Jahren vor der Umwandlung zum Abo-Modell lag sie ungefähr im Bereich von 20 Prozent. Die Transformation des Geschäftsmodells drückte zunächst stark auf die Marge, führt aber langfristig zu einem stetigen Wachstum. So soll die prognostizierte Netto Marge der Adobe Aktie im Bereich von ca. 30% liegen:

    Adobe System Aktie
    Quelle: Aktienfinder.net


    Aufgrund der Tatsache, dass das Unternehmen solch einen konstant steigenden Gewinn erwirtschaftet, können wir für die Bewertung das Durchschnitts-KGV der letzten Jahre heranziehen.

    Wichtig:
    Dabei müssen wir darauf achten, dass wir für die Berechnung nur den Zeitraum seit der Anpassung des Geschäftsmodells verwenden. Ansonsten hätte das einen negativen Einfluss auf das Kursziel der Adobe Aktie.
    Denn erst ab diesem Zeitpunkt wurden die Bewertungsmaßstäbe an das gesteigerte Potential angepasst. Noch besser als das klassische KGV, bei dem der Durchschnittswert ab 2014 ca. 50 beträgt, bietet sich für die Adobe Aktie das bereinigte KGV an. Dieses beträgt ca. 38 und bietet aufgrund der Bereinigung von einmaligen Zahlungen eine bessere Bewertungsgrundlage:

    Adobe Aktie Kursziel
    Quelle: Aktienfinder.net

    Daraus ergibt sich das im Titel angesprochene Kursziel von ca. 500 USD. Aktuell notiert die Adobe Aktie bei ca. 380 USD. Daraus würde sich ein Potential von ca. 30% bis zum Ende des Jahres 2022 oder auch ca. 10% pro Jahr ergeben. Allerdings handelt es sich hierbei um optimistische Schätzungen, denen ein sehr sportliches Durchschnitts-KGV zugrunde liegt.

    Fazit zur Adobe Aktie

    Adobe ist ein beindruckendes Unternehmen!
    Mit der Restrukturierung ihres Geschäftsmodells haben sie sich früh an die zunehmende Digitalisierung und an den Wandel hin zur Cloud angepasst. Aus ihrer Plattform entwickelt sich langsam ein Ökosystem. Durch den starken Lock-in-Effekt sind bestehende Nutzer an die Anwendungen gebunden, gleichzeitig wird die Plattform für neue Kunden immer attraktiver – nicht zuletzt aufgrund der vielen Zukäufe. All das rechtfertigt eine hohe Bewertung der Adobe Aktie.

    Fest steht aber auch, dass bei einem für 2021 prognostizierten KGV von 44 einiges Vorweg genommen und vom Unternehmen nahezu Perfektion erwartet wird. Doch vor allem in Bezug auf die Marge und des skalierbaren Geschäftsmodells sehe ich noch einiges an Potential bei der Adobe Aktie, weshalb ich das Unternehmen mit Kaufen bewerte.

    Allerdings würde ich insbesondere in der aktuellen Börsensituation vorsichtig sein und einen passenden Einstiegspunkt wählen. Wie man in der jetzigen Lage schrittweise bei der Adobe Aktie und anderen wachstumsstarken Unternehmen einsteigen kann, teile ich in regelmäßigen Abständen all meinen Newsletter-Abonnenten mit. Wenn auch du zukünftig davon profitieren und keine weitere Analyse mehr verpassen möchtest, kannst du dich gern hier in den kostenlosen finanzfunk-Newsletter eintragen:



      …Neben der Adobe Aktie könnten dich auch folgende Analysen interessieren:

      • Booking Holdings – stark betroffen von der Corona-Pandemie, aber um so mehr Potential für die Zukunft
      • Salesforce – Über 25% Umsatzwachstum und weltweiter Marktführer in einer zweistellig wachsenden Branche
      • Cancom – Großer Profiteur von der zunehmenden Digitalisierung in Deutschland

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